Freiwillige Feuerwehr
Schloß Holte-Stukenbrock

Freiwillige Feuerwehr - Schloß Holte-Stukenbrock

Großbrand zerstört Dachstuhl

(Schloß Holte-Stukenbrock; 26.04.2026) Ein aufmerksamer Blick der Nachbarn verhindert womöglich Schlimmeres: Als am Sonntagabend ein Feuer an einem Wohnhaus in Stukenbrock ausbricht, warnen sie den im Haus befindlichen Sohn und alarmieren die Feuerwehr. Das Gebäude ist vorerst unbewohnbar.

Schloß Holte-Stukenbrock, von Andreas Eickhoff und Erol Kamisli, Westfalen-Blatt

Dichter Rauch steigt über Stukenbrock auf, meterhoch schlagen Flammen aus dem Dach eines Einfamilienhauses an der Straße „Am Rathaus“. Besorgte Nachbarn stehen auf der Straße, beobachten die Szenerie aus sicherer Entfernung – und hoffen, dass das Feuer nicht auf weitere Häuser übergreift.

Während die Hauseigentümer verreist waren, hat ein Großbrand am Sonntagabend ( 26. April) ein Einfamilienhaus an der Straße „Am Rathaus“ im Ortsteil Stukenbrock erheblich beschädigt. Der im Haus anwesende Sohn wurde rechtzeitig von aufmerksamen Nachbarn gewarnt, die den Brand entdeckt und umgehend die Feuerwehr alarmiert hatten.

„Wir sind um 18.33 Uhr alarmiert worden“, berichtet Stadtbrandinspektor Daniel Kammertöns, der die Einsatzleitung übernahm. Für die Einsatzkräfte kam der Alarm unmittelbar nach dem Finale der Feierlichkeiten zum 500. Namenstag – statt eines ruhigen Ausklangs bedeutete dies eine kurzfristige Sonderschicht.

Die Feuerwehrleute aus Stukenbrock und Schloß Holte eilten zu ihren Gerätehäusern, legten ihre Einsatzkleidung an und rückten aus. Bereits auf der Anfahrt war die Einsatzstelle eindeutig auszumachen: Eine weithin sichtbare Rauchentwicklung wies den Kräften schon aus mehreren Kilometern den Weg.

Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte schlugen die Flammen bereits meterhoch aus dem Gebäude. Nach ersten Erkenntnissen war das Feuer im Bereich einer überdachten Terrasse ausgebrochen und hatte sich rasch auf den Dachstuhl des rund 25 Jahre alten Hauses ausgebreitet.

Besorgte Nachbarn verließen ihre Häuser und verfolgten die Löscharbeiten aus sicherer Entfernung – in Sorge, dass die Flammen auf angrenzende Gebäude übergreifen könnten.

Die Feuerwehr leitete umgehend umfangreiche Maßnahmen ein: In kurzer Zeit wurde die Drehleiter in Stellung gebracht und eine leistungsfähige Wasserversorgung über mehrere Hydranten sichergestellt. Von verschiedenen Seiten – aus dem Garten, über die Drehleiter sowie im Innenangriff – bekämpften die Einsatzkräfte die Flammen.

Zwar gelang es, den offenen Brand zügig unter Kontrolle zu bringen, doch im Dachstuhl hatten sich zahlreiche Glutnester gebildet, die weiterhin für eine starke Rauchentwicklung sorgten. Mehr als ein Dutzend Feuerwehrleute arbeiteten unter Atemschutz, um sich vor giftigen Rauchgasen zu schützen. Für die anschließende Dekontamination wurde vor Ort eine sogenannte Hygienekomponente eingerichtet.

In aufwendiger Handarbeit musste die Dacheindeckung auf der Gartenseite großflächig entfernt werden, ebenso Teile der Isolierung. Auch zur Straßenseite hin wurden Dachpfannen abgedeckt, um einen möglichen Brandfortschritt frühzeitig zu erkennen.

Erst gegen 20 Uhr konnten die letzten Glutnester gelöscht werden. In der Folge bauten die Einsatzkräfte einen Großteil der Schlauchleitungen zurück, während im Dachstuhl verbliebene Isolationsreste entfernt und zu Boden gebracht wurden. Dort wurde der Brandschutt mit Schaummittel behandelt, um ein erneutes Aufflammen zu verhindern.

Infolge des Brandes ist das Haus zunächst nicht mehr bewohnbar. Menschen wurden nicht verletzt. Der Sohn kam bei Bekannten unter.

Gegen 22 Uhr war der Einsatz schließlich beendet. Für die Feuerwehr bedeutete dies jedoch noch nicht das Ende der Arbeit: Geräte mussten gereinigt, Fahrzeuge wieder einsatzbereit gemacht und die Ausrüstung für kommende Einsätze vorbereitet werden.

Beamte der Kriminalpolizei müssen nun Ermittlungen zur Brandursache und zur Schadenshöhe aufnehmen.

Quelle: https://www.westfalen-blatt.de/owl/kreis-guetersloh/schloss-holte-stukenbrock/sohn-feuer-brand-dachstuhl-feuerwehr-3540398

Werkstatthalle von Autoverwerter zerstört

(Schloß Holte-Stukenbrock; 11.04.2026) Ein Brand hat am Samstagnachmittag (11. April) eine Werkstatthalle des Autoverwerters Kerstingjohänner an der Helleforthstraße 93 völlig zerstört. Eine Person wurde verletzt. Der Sachschaden wird auf 300.000 Euro geschätzt. Das Unternehmen wird am Montag wieder öffnen.

Von Erol Kamisli, Westfalen-Blatt

Dichter, beißender Rauch liegt in der Luft, schwarze Wolken steigen hoch über das Gelände der Autoverwertung Kerstingjohänner in Schloß Holte-Stukenbrock.

Sirenen durchschneiden die Stille des Nachmittags, Feuerwehrfahrzeuge treffen im Minutentakt ein. Als die ersten Kräfte die Helleforthstraße 93 erreichen, steht eine Werkstatthalle bereits lichterloh in Flammen.

Flammen schlagen aus dem Gebäude, greifen nach dem Dach und drohen auf angrenzende Bereiche überzuspringen.

Gegen 13.22 Uhr löst die Feuerwehr Großalarm aus. Rund 75 Kräfte der Löschzüge Schloß Holte, Stukenbrock und Kaunitz rücken an. Die Helleforthstraße wird während der Löscharbeiten im betroffenen Bereich komplett gesperrt. Unter der Einsatzleitung von Florian Brandt gehen mehrere Trupps unter Atemschutz gegen die Flammen vor. Auch eine Drehleiter kommt zum Einsatz.

Zwölf Feuerwehrleute arbeiten im Inneren und im direkten Umfeld der Halle unter schwerem Atemschutz, um den Brand einzudämmen.

Im Inneren der etwa 15 mal 15 Meter großen Halle befinden sich eine Hebebühne sowie zahlreiche Fahrzeugteile – eine gefährliche Kombination, die den Brand zusätzlich anheizt. Das Gebäude war beim Eintreffen der Feuerwehr bereits evakuiert. Ein Betriebsangehöriger erlitt leichte Verbrennungen an der Hand und wurde ins Krankenhaus gebracht.

Durch das schnelle Eingreifen der Feuerwehr konnte eine Ausbreitung verhindert werden. Auch die Drehleiter kam zum Einsatz. Nach etwa 30 Minuten ist der Brand unter Kontrolle.

Entscheidend ist das koordinierte Vorgehen, das ein Übergreifen auf benachbarte Gebäude verhindert. Die Nachlöscharbeiten dauern jedoch weiterhin an. Teile der zerstörten Werkstatthalle werden mit schwerem Gerät, darunter Bagger, abgetragen, um versteckte Glutnester freizulegen und gezielt abzulöschen.

Gegen 16 Uhr konnten die letzten Kräfte wieder einrücken, mussten aber gut drei Stunden später noch einmal die Schläuche ausrollen: Brandnester hatten sich erneut entzündet. Nach rund einer halben Stunde konnten die Feuerwehrleute wieder einrücken.

Wegen der starken Rauchentwicklung warnte die Feuerwehr die Bevölkerung über die Warn-App „Nina“. Anwohner wurden aufgefordert, Fenster und Türen geschlossen zu halten, da gesundheitsschädliche Rauchgase nicht ausgeschlossen werden konnten. Die Warnung wurde später aufgehoben.

Benachbarte Gebäude konnten durch den massiven Einsatz der Feuerwehr erfolgreich geschützt werden. Zur Brandursache liegen derzeit noch keine Informationen vor.

Quelle: https://www.westfalen-blatt.de/owl/kreis-guetersloh/schloss-holte-stukenbrock/lagerhalle-in-flammen-3530155

Feuerwehr rüstet für schwieriges Gelände auf

(Schloß Holte-Stukenbrock; 28.03.2026) Ob Waldbrand, Stromausfall oder vermisste Personen – mit dem neuen geländegängigen Fahrzeug (UTV) und dem strategischen Ausbau von Rettungspunkten will die Feuerwehr Schloß Holte-Stukenbrock schneller und gezielter helfen.

Von Erol Kamisli, Westfalen-Blatt

Der schmale Waldweg ist matschig, tiefe Spurrillen ziehen sich durch den Boden. Für normale Einsatzfahrzeuge ist hier Schluss. Doch genau dort, wo Straßen enden, beginnen oft die schwierigsten Einsätze. Künftig soll die Feuerwehr Schloß Holte-Stukenbrock genau hier besser vorbereitet sein – mit einem sogenannten UTV, einem geländegängigen Utility Task Vehicle.

Mehr als 50.000 Euro kostet das UTV, ein Teil der Summe wird durch Fördermittel aus dem Katastrophenschutz abgefedert.

Für Feuerwehrchef Daniel Kammertöns ist die Investition richtig und notwendig: „Wir haben immer wieder Lagen, in denen wir mit klassischen Fahrzeugen nicht weiterkommen. Das UTV schließt diese Lücke.“
Die robusten, kompakten Fahrzeuge sind echte Allrounder und kommen vor allem dort zum Einsatz, wo Gelände unwegsam ist – etwa in Wäldern, auf Feldern oder bei großflächigen Schadenslagen. „Gerade bei Stromausfällen oder wenn Kommunikationsnetze gestört sind, können wir mit solchen Fahrzeugen Erkundungsfahrten durchführen oder Nachrichten überbringen“, erklärt Kammertöns.

Auch bei der Suche nach vermissten Personen oder kleineren Bränden abseits befestigter Wege leistet das UTV wertvolle Dienste.

Der Kreis Gütersloh verfügt insgesamt über zehn UTVs vom Land NRW, die Freiwillige Feuerwehr Schloß Holte-Stukenbrock besitzt einen eigenen Geländewagen. Das Fahrzeug ist sehr geländegängig; schon bei Übungsfahrten haben Einsatzkräfte, darunter Stephan Athens vom Löschzug Schloß Holte, das UTV getestet.

Auf der Tragfläche können verletzte Personen per Trage transportiert werden, und ein aufsetzbares Löschmodul unterstützt Löscharbeiten im Wald.

Dass solche Fähigkeiten gebraucht werden, zeigte ein Einsatz vor einigen Monaten: Ein Autofahrer war im Stadtgebiet von der Straße abgekommen und landete mit seinem Wagen im Wald. Die Rettung gestaltete sich schwierig – nicht zuletzt wegen des unwegsamen Geländes. „Solche Einsätze machen deutlich, wie wichtig es ist, schnell und flexibel reagieren zu können“, so Athens. „Mit dem UTV können wir künftig direkt an solche Einsatzorte gelangen“, meint Kleinhans.

Ziel ist es, auch in außergewöhnlichen Lagen handlungsfähig zu bleiben – etwa bei großflächigen Stromausfällen oder Naturereignissen. Dabei spielen auch die 50 Rettungspunkte in Schloß Holte-Stukenbrock eine entscheidende Rolle, um schnelle Orientierung und sichere Zufahrten zu gewährleisten.

Neben der Technik steht für Kammertöns vor allem eines im Fokus: die Menschen hinter dem Fahrzeug. „Das beste Fahrzeug nützt nichts ohne gut ausgebildete Kräfte“, betont er. „Unsere Einsatzkräfte werden intensiv geschult, damit sie das UTV sicher und effektiv einsetzen können.“

Für die Feuerwehr ist das UTV weit mehr als eine technische Ergänzung. Es steht für die Anpassung an neue Herausforderungen und den Anspruch, auch unter schwierigen Bedingungen schnell helfen zu können. Oder wie Kammertöns zusammenfasst: „Am Ende geht es immer darum, Menschen in Not zu erreichen. Und genau dabei hilft uns dieses Fahrzeug entscheidend.“

Quelle:
https://www.westfalen-blatt.de/owl/kreis-guetersloh/schloss-holte-stukenbrock/feuerwehr-gelaende-rettung-fahrzeug-utv-3522219
27.04.26 13:37 - SON

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