Freiwillige Feuerwehr
Schloß Holte-Stukenbrock

Freiwillige Feuerwehr - Schloß Holte-Stukenbrock

Vorsorge Energiemangellage - Kreis und Kommunen planen Notfall-Infopun

(Schloß Holte-Stukenbrock; 02.11.2022) Gütersloh. Der Kreis Gütersloh und seine Gemeinden und Städte befassen sich seit April mit dem Thema Gasmangel-Notlage und einem möglichen Stromausfall. Inzwischen wurde eine Taskforce gebildet, die die Lage ständig beobachtet. Was es für die Menschen bedeutet, wenn der Strom ausfällt, hat die Schneekatastrophe 2005 im Westmünsterland gezeigt. Viele Dinge des alltäglichen Lebens funktionieren dann nicht mehr, es handelt sich um eine Ausnahmesituation.

Momentan geht das Bundes-Wirtschaftsministerium nicht von einem sogenannten Blackout aus, dennoch besteht das Risiko von stundenweisen Abschaltungen, bei denen die Übertragungsnetzbetreiber einzelne Großverbraucher oder Regionen zeitweilig vom Netz nehmen müssen, um das Stromnetz zu entlasten. Das Wirtschaftsministerium teilte bei der Vorstellung des Stresstests im September mit, dass im Winter eine stundenweise krisenhafte Situation im Stromsystem zwar sehr unwahrscheinlich ist, aber aktuell nicht vollständig ausgeschlossen werden kann.

„Es ist sinnvoll, wenn sich der Kreis und seine Kommunen bestmöglich auf die verschiedensten Szenarien vorbereiten, denn gute Vorbereitung trägt zur erfolgreichen Bewältigung entscheidend bei“, erklärt Landrat Sven-Georg Adenauer. „Gemeinsam mit den Verwaltungen, der Polizei und der Feuerwehr haben wir eine Vielzahl an Maßnahmen erörtert und sind zuversichtlich. Wir werden handeln und die Bevölkerung in der Situation nicht allein lassen. Die Bürgerinnen und Bürger werden lageangepasst informiert.“

Der Kreis Gütersloh und die Städte und Gemeinden machen ihre Verwaltungen einsatzfähig für einen möglichen Ernstfall. Ein elementarer Bestandteil der Maßnahmen ist die Sicherstellung der Kommunikationsfähigkeit. „Diese Vorbereitungen funktionieren nur gemeinsam und sind auch für die Kräfte im Katastrophenschutz eine Herausforderung“, so Dr. Angela Lißner, Dezernentin Ordnung, Gesundheit und Bevölkerungsschutz.

Für die Bevölkerung ist wichtig, dass sie auch bei Stromausfall Notfälle melden kann, wenn Telefone nicht mehr funktionieren. Dafür wird es mehrere Möglichkeiten geben. Polizeistationen und Feuerwehrhäuser nehmen in jedem Fall einen Notruf an. Dorthin kann man sich mit einem Notfall also wenden, wenn man ansonsten die 110 oder 112 gewählt hätte. Zudem werden Streifenfahrten verstärkt, man kann sich jederzeit an die Polizistinnen und Polizisten auf der Straße wenden. Die Polizeiwachen in Gütersloh, Halle, Rheda-Wiedenbrück, Schloß Holte-Stukenbrock und Versmold werden rund um die Uhr besetzt sein.


Kommunen richten Notfall-Infopunkte (NIP) ein


Für den Fall eines länger anhaltenden Stromausfalls richten die Städte und Gemeinden Notfall-Infopunkte ein. Diese sind als zusätzliche Anlaufstellen im Krisenfall gedacht. Ein Notfall-Infopunkt kann – je nach Kommune – ein Feuerwehrhaus, eine Schule oder das Rathaus selbst sein. Diese Notfall-Infopunkte sind mit einer Notstromversorgung ausgestattet. Man erhält dort Informationen und man kann ebenfalls im Notfall um Hilfe bitten. Die örtlichen Konzepte werden gerade von allen Kommunen in Kooperation mit dem Dezernat Ordnung, Gesundheit und Bevölkerungsschutz des Kreises Gütersloh geplant. Wo sich Bürgerinnen und Bürger melden können, werden die Kommunen jeweils bekanntgeben, wenn die Planungen abgeschlossen sind. Jede Bürgerin und jeder Bürger soll auch unter schwierigen Bedingungen noch eine Möglichkeit haben, im Notfall Hilfe und Informationen zu erhalten. „Die kommunale Familie bereitet sich vor. Das ist wie mit dem Feuerlöscher. Man kauft ihn aber man hofft, dass man ihn nicht benutzt“, so der Sprecher der Bürgermeister, Hubert Erichlandwehr aus Schloß Holte-Stukenbrock.


Darüber hinaus ist der Kreis Gütersloh seit Wochen mit Vertretern der sensiblen und kritischen Infrastruktur im Austausch, um auf mögliche Szenarien frühzeitig vorbereitet zu sein. Dazu zählen etwa alle Strom- und Gasversorger, die Wasserwerke, die Krankenhäuser, Polizei, Justizvollzugsanstalten, die Landwirtschaft, die Lebensmittelversorger, die Kreisstelle der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe, die Apotheken sowie Pflege- und Seniorenheime. Um ihren Betrieb zu garantieren, sind die Einrichtungen der kritischen Infrastruktur verpflichtet, selbst Vorbereitungen zu treffen.

Jede Bürgerin und jeder Bürger kann selbst dazu beitragen, dass eine Energiemangellage nicht eintritt. Landrat Sven-Georg Adenauer: „Das Energiesparen ist die beste Quelle. Ich erinnere an das Ziel, mit 80 Prozent auszukommen. Da können alle mithelfen.“

Der Kreis Gütersloh und die Städte und Gemeinden appellieren auch an die Eigenverantwortung der Bürgerinnen und Bürger. In einer Ausnahmesituation kommt es auf jeden Einzelnen an. Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) hat für solche Fälle Informationen zusammengestellt, damit Bürgerinnen und Bürger sich bestmöglich vorbereiten können.
Diese finden sich auf der Internetseite des BBK:
https://www.bbk.bund.de/
Auch der Kreis Gütersloh stellt diese Informationen auf seiner Website bereit:
www.kreis-guetersloh.de/energiemangellage

"Engel ohne Flügel" für die Zukunft gut gerüstet

(Schloß Holte-Stukenbrock; 23.09.2022) Schloß Holte-Stukenbrock, 25.09.2022, WB, von Uschi Mickley

Gleich dreifachen Grund zur Freude gab es am Freitagabend für die Freiwillige Feuerwehr Schloß Holte-Stukenbrock. Mit Verspätung wurden der Übungsturm und gleichzeitig zwei „neue“ Fahrzeuge offiziell in den Dienst gestellt. Fast zwei Jahre nach der Inbetriebnahme konnte die Einweihung erst jetzt gefeiert werden. Aufgrund der Corona-Pandemie musste die Veranstaltung immer wieder verschoben werden.

Den Einsatzkräften und Gästen, die sich vor dem Feuerwehrhaus des Löschzugs Schloß Holte an der Dechant-Brill-Straße versammelt hatten, bot sich ein stimmungsvolles Bild. Der knapp 14 Meter hohe Übungsturm wurde zu diesem besonderen Anlass feierlich illuminiert und erstrahlte in den rot-blauen Farben der Feuerwehr. An beiden Seiten standen zwei auf Hochglanz polierte und mit Blumen geschmückte Mannschaftstransportwagen (MTW) für die Einsegnung bereit.

Claus Oberteicher, Leiter der Feuerwehr, begrüßte neben Einsatzkräften der örtlichen und befreundeten Wehren, die Altersabteilung, die Jugendfeuerwehr und Vertreter aus Rat und Verwaltung. „Was lange währt, wird endlich gut“. Bürgermeister Hubert Erichlandwehr zitierte ein altbekanntes Sprichwort und bezog sich damit auf die Feierstunde, die erst im dritten Anlauf vorgenommen werden konnte.

Mit den Mannschaftstransportwagen habe die Feuerwehr zwei hervorragende und dringend benötigte Fahrzeuge übernommen. Mit der modernen Ausstattung als „Zeichen der Mobilität und Professionalität“, sieht das Stadtoberhaupt die Brandretter für die Zukunft gut gerüstet.

Die Technik sei aber nur ein Teil, wichtig seien die Menschen, die diese bedienten. Überdies lobte er die Truppe für die stetige Bereitschaft, Menschen in Not zu helfen. Er dankte gleichzeitig den Gremien und Ratsmitgliedern der Stadt für die Zustimmung zur Anschaffung. In Zeiten vieler Ängste vor Krieg, Unwettern und einer drohenden Energieknappheit biete die Ausrüstung den Menschen ein Stück Sicherheit. „Der Wagen fährt sich leicht und gut“, verkündete Feuerwehrseelsorger Monsignore Wolfgang Bender lachend, bevor er die Fahrzeuge segnete.

Bei den Fahrzeugen handelt es sich um zwei MAN-Kastenwagen, die vorrangig dem Transport von Personen dienen. Die Neunsitzer verfügen über eine moderne Ausstattung, Digitalfunk und Frontantrieb. Die Gesamtkosten belaufen sich auf 72.633,89 Euro pro Fahrzeug.

An die Feuerwehr gewandt fügte er an: „Ihr seid zwar Engel, aber ohne Flügel“, bat er um Vorsicht bei Übungen auf der Plattform. Der Turm, 13,40 Meter hoch, verfügt über einer innenliegende Treppe und zwei Balkone. Die Stahlkonstruktion bietet anspruchsvolle Trainingsmöglichkeiten, wodurch die Leistungsfähigkeit bei kritischen Einsätzen gefördert wird. Für die Errichtung sind Gesamtkosten in Höhe von 174.893, 52 Euro angefallen. Bevor es zum gemütlichen Teil überging, wurden die Ehrungen für 25-jährige und 35-jährige Mitgliedschaft zur Freiwilligen Feuerwehr nachgeholt. Bürgermeister Hubert Erichlandwehr stellte dabei lobend die Verdienste jedes Einzelnen heraus.

Feuer springt aufs Nachbarhaus über

(Schloß Holte-Stukenbrock; 22.08.2022) Großbrand an der Alten Poststraße auf der Grenze zwischen Hövelhof und Schloß Holte-Stukenbrock

Quelle: www.westfalen-blatt.de; von Monika Schönfeld

Hövelhof/Schloß Holte-Stukenbrock

Ein Schaden in Höhe von mehreren hunderttausend Euro ist am Montagnachmittag bei einem Großbrand an der Alten Poststraße entstanden. An der Grenze zwischen Hövelhof und Schloß Holte-Stukenbrock ist aus noch ungeklärter Ursache ein Feuer im Carport eines Hauses ausgebrochen und aufs Nachbarhaus übergesprungen. Das eine Haus ist zurzeit unbewohnt, die Familie im Nebenhaus war nicht zu Hause. Verletzt wurde niemand.

Quelle:
https://www.westfalen-blatt.de/owl/kreis-guetersloh/feuer-springt-aufs-nachbarhaus-uber-2617240
07.11.22 18:38 - OEL
Oelschaden
Holter Strasse/Schloßstrasse

RKI-Dashboard